Fournier RF-5

Date:16 Sep, 2015

Fournier RF-5

Geschichte

Die RF-5 war ein Entwurf des französischen Konstrukteurs René Fournier, der die elegante Konstruktion der RF-3 sowie der RF-4 aufgriff und zu einem Doppelsitzer weiterentwickelte, der mit der bereits damals schon erfolgreichen SF 25 in Konkurrenz treten sollte. Da die Flugleistungen in der Grundversion mit einer Gleitzahl von 18 und einem geringsten Sinken von 1,4 m/s aber nicht an diesen heranreichten, wurde bei der weiterentwickelten RF-5B die Spannweite durch Verlängerung des Flügelmittelteils von 13,75 m auf 17 m erhöht. Die Version RF-5B trägt den Beinamen Sperber. Gefertigt wurde die RF-5 in Gap Tallard bei der Fa. Alpavia und bei der Sportavia-Pützer GmbH am Flugplatz Dahlemer Binz. Besondere Bekanntheit erzielte das Muster auch durch den Kunstflugpiloten Wilhelm ‚Salzmann‘ Düerkop, der gemeinsam mit Hannes Mattes (auf RF-4D) auf zahlreichen Flugtagen durch Formations-Kunstflug beeindruckte.

Konstruktion

Die RF-5 ist ein in Holzbauweise gefertigter, doppelsitziger, eigenstartfähiger freitragender Tiefdecker. Die Besatzung sitzt in Tandemanordnung hintereinander, was die Stirnfläche und damit den Luftwiderstand verringern hilft. Ein Alleinstellungsmerkmal ist die Kunstflugtauglichkeit, die nur wenige Reisemotorsegler aufweisen sowie die zu dieser Zeit relativ hohe Reisegeschwindigkeit von bis zu 170 km/h (RF-5). Das Fahrwerk besteht aus einem einziehbaren Zentralrad sowie je einem Stützrad unter jeder Tragfläche, ähnlich wie bei der bekannten SF 25.

Bei der dreiteilig ausgeführten Tragfläche wurden die Außenteile von der RF-4 übernommen. Die Spannweite ist durch die faltbaren Außenflügel, die danach auf dem Innenflügel aufliegen, verringerbar. Bei der RF-5 beträgt die Spannweite dann noch 8,74 m, bei der Version RF-5B sind es dann 11,22 m. Die Tragfläche ist konventionell aufgebaut und besitzt einen Kastenholm und eine torsionssteife Sperrholznase. Angetrieben wird die RF-5 von einem Limbach SL1700 Vierzylinder-Viertakt-Boxermotor mit einer Leistung von 50 KW (68 PS). Mit der Zeit wurden die meisten Motoren durch Limbach 2000 oder Sauer 2100 ersetzt, die 10 bis 20 PS mehr Startleistung liefern.

Die Leistungsvermessung der Idaflieg lieferte für den Sperber eine Gleitzahl von 23,5. Gleichauf mit ASK 16 und SF 28A.

Technische Daten:

Motor Limbach L2000EA, 2000cm², 80PS
Spannweite 17 m
 Flügelfläche 19,0 m²
Flügelstreckung 15,2
 Rumpflänge 7,28 m
 Leergewicht ca. 500 kg
 Höchstgewicht 700 kg
Vne 225 km/h
Geringstes Sinken 0,95 m/s bei 80 km/h
Beste Gleitzahl 23,5 bei 98 km/h

 

 

Ausstattung:

MoGas, E-VOR, Mod S, GPS Ipaq

 

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